In “Hypnovita stellt vor” stellen wir regelmäßig interessante Persönlichkeiten aus den Bereichen Hypnose, Coaching & Therapie vor. Diesmal im Portrait: Dr. Hans Lang    .

Dr. Hans LangWer Hans schon einmal kennen lernen durfte, hat schnell begriffen: Wer außergewöhnliche Ergebnisse wünscht, muss auch bereit sein, außergewöhnlich zu sein. Hans überzeugt durch seine unkonventionelle Art und Weise, mit der er blitzschnell Rapport erzeugt und Veränderung zum Kinderspiel werden lässt.

Dr. Hans Lang ist ein gefragter Dozent an verschiedenen Instituten und Akademien im In- und Ausland – unter anderem bei Hypnovita im Rahmen der “Essex Institut für klinische Hypnose” Ausbildungen.

Steckbrief

Name: Dr. Hans Lang    
Alter: 61 Jahre
Praxisanschrift: Dr. Hans Lang    
Laurenzstrasse 6138607 Ochtrup
Telefon: 02553-98653
Email: hans@hypnoman.de
Web: http://www.hypnoseseminar.de
Praxisschwerpunkte:
  • Coaching
  • NLP
  • Hypnose
  • Mesmerismus
  • Psychotherapie

Hallo Hans! Wie bist du auf den Gedanken gekommen, Hypnotiseur zu werden?
Ach, das hat sich im Laufe meines Lebens ganz von selbst ergeben.

Was hast du vor der Hypnose gemacht?
Ich war Gepäckarbeiter bei der Bahn, habe aus Versehen Medizin studiert, habe später die angesehene und sichere Stelle des Oberarztes für Anästhesie „geschmissen“, habe Tiefenpsychologie studiert, war Psychoanalytiker………und habe die ganze Zeit über hypnotisiert und experimentiert.

Dr. Hans Lang Hypnose

Viele Menschen finden die Hypnose ziemlich aufregend. Was macht dir daran am meisten Spaß?
Zum einen die Möglichkeit, meine Hypnotisanden, oder auch mich selbst, gezielt in die Trance und auch wieder aus der Trance herausführen zu können. Andererseits ist es schrecklich faszinierend, zu beobachten, wo und hinter welchen höchstverschiedenen Phänomenen letztlich Hypnose steckt.

Und was fasziniert dich an der Hypnose am allermeisten?
Wenn ich erfahre, wie beim Klienten (oder auch bei mir selbst) augenblickliche Veränderungen stattfinden.

Welches hypnotische Erlebnis ist am meisten in Erinnerung geblieben?
In England kam eine nette Dame auf mich zu, streckte mir die Hand entgegen und sprach: “Hello, I’m Jane!“ Ich zögerte einen Sekundenbruchteil zu lange, dann kam ich nicht mehr zum Antworten (“hello, I’m Tarzan“), weil sie mich schon in Hypnose hatte.

Gibt es eine Erfolgsgeschichte von einem deiner Klienten, die du gerne erzählen möchtest?
Es ist siebenundzwanzig Jahre her: ein „alter Freund“ (33 Jahre älter als ich) hatte vor dreißig Jahren, also in meinem vierten Lebensjahr, einen schweren Motorradunfall gehabt. Seitdem trug er viele „Ersatzteile“, Schrauben und Nägel, in seinen Knochen herum. Immer wieder hatte er das Gefühl, als ob um seinen linken Oberschenkel eine Druckmanschette liege. (Heute weiß ich, dass es eine Körper-Erinnerung gibt. Möglicherweise hatte man ihm nach diesem Unfall eine Blutdruckmanschette über den linken Oberschenkel gelegt, um ihn vor dem Verbluten zu retten.) Dieses Manschettengefühl sei ihm zeitweise sehr lästig. Ok, ich habe ihn in meiner damaligen Praxis im Schwarzwald hypnotisiert. Genaues kann ich nicht erinnern. Nur, dass ich einen Heidenschreck bekam, als er bei der Induktion sagte: „Ja, es geht los! Ich geh jetzt in Trance!“ und mein Herz ging: wobobobobobobobobob!

Spätabends haben wir noch ein Bier getrunken. Dabei erzählte mir mein Freund: „Das war vielleicht lustig! Als ich nach Hause ging, hatte ich das Gefühl, als ob diese Manschette immer weiter an meinem Bein herabgerutscht wäre. Und plötzlich war sie am Boden. Ich bin unwillkürlich stehen geblieben und habe geguckt! Na gut, jetzt ist sie weg!“

Etwa zwei Monate später dachte ich wieder an seine „Manschette“ und fragte nach. „Ach ja, ich habe das ganz vergessen“ sagte mein Freund, „zwei oder drei Wochen nach der Hypnose kam dieses Manschettengefühl wieder und Du warst zwei Wochen lang weg. Da hab ich mich aufs Sofa gelegt und mir vorgestellt, was Du neulich alles gesagt hast. Das hat gewirkt und seitdem ist die Manschette endgültig weg!“

Er hat noch fast zwanzig Jahre gelebt. Die Manschette war und blieb weg.

Dr. Hans Lang HypnoseDu bist Stammdozent in den Ausbildungen von Hypnovita. Was macht dir daran am meisten Spaß?
In den Kursen kann ich etwas sehr wichtiges weitergeben: das, was für mich die Grundlagen von Hypnose -und eigentlich auch jeder anderen Kommunikation- sind. Ich stelle mir vor, hier ein solides Universalwerkzeug zu vermitteln, welches jede(r) einzelne in seinem/ihrem Sinne verwenden kann.

(… und dass ich immer wieder eine Ausrede habe, nach München zu kommen, ist auch nicht ganz zu verachten :-) ).

Mal was ganz anderes: Warum ist die Banane krumm?
Es gab einmal zwei Weise, die sich gegenseitig diese Frage stellten.

Einer meinte: „Weil Gott sie so gemacht hat!“ der andere: „Das machst Du Dir zu einfach! Ob es Gott gibt, oder nicht, ob sich jemand die Banane so ausgedacht hat, oder nicht, es handelt sich jedenfalls um eine Frucht, welche sich durch die klimatischen Bedingungen und die Adaptation an ihre Umwelt so entwickelt hat. Und sieh mal, welche unterschiedlichen Bananensorten es gibt………….“

Die Diskussion wurde immer hitziger und schließlich handgreiflich. Nach Verlust einiger Zähne sahen die Kontrahenten ein, dass diese Art der Diskussion zwecklos sei. So weise waren die beiden Weisen. Gleichzeitig fiel ihnen ein, dass im fernen irgendwo, also ganz in der Nähe, ein dritter Weiser lebte, der bekanntermaßen alles, aber auch alles wußte. Ein Super-Weiser also. (Es gibt übrigens viele selbsternannte Schüler und Nachfolger dieses Super-Weisen. Sie heißen im heutzutage üblichen Denglisch: „Supervisor“.) 

Nachdem die beiden Weisen einige Tage gereist waren und sich dabei auch oft verlaufen hatten, fanden sie schließlich den Superweisen. „Sag und doch, warum ist die Banane krumm!“ baten sie unisono. „Hmmmmmm, könnt Ihr mir eine Banane bringen, so dass ich Euch diese Frage richtig beantworten kann?“ fragte der Superweise zurück. Schon rannten die beiden Weisen los zum nächsten Tante-Emma-Laden. Nach mehrtägiger Suche und vielen Verirrungen wurden sie fündig: nicht nur eine Banane, nein, ein ganzes Bündel brachten sie daher.

Prüfend nahm der Superweise eine davon in die Hand: „Aha, das also ist eine Banane! Ja, was meint Ihr denn, warum die Banane krumm ist?“
„Ganz klar, weil Gott…………..“
„Quatsch! Anpassung an die Funktion durch Ausübung derselben………..“
… und schon prügelten die Weisen aufeinander ein. Die Fetzen flogen nur so und der Superweise mußte einige male ausweichen. Als keiner der beiden Weisen auch nur einen einzigen Zahn noch im Mund hatte, ließen sie in ohnmächtigem Zorn voneinander ab. Der Superweise hatte in genau diesem Moment die letzte Banane verzehrt. „Ich danke Euch, meine Freunde, Euch habe ich eine wunderbare, schmackhafte Mahlzeit zu verdanken!“

Thema Hobbies: Was machst du gerne in deiner Freizeit?
Fahrrad fahren, Nordic Walking, Musik, Unter-Leute-gehen, Alltags- und Strassenhypnose.

Lebst du nach irgend einem bestimmten Motto?
Omnia mea mecum porto
(oder auch: http://www.youtube.com/watch?v=gBLeVcP_JQg)

Woran glaubst du?
Ich weiß nicht viel und ich glaube noch weniger.
(Ich weiß nicht, woraus eine Flamme besteht. Ich glaube nicht, dass Feuer gut oder böse ist. Ich erfahre unterschiedliche Wirkungen und Wertungen in unterschiedlichen Kontexten).

Was gibst bei dir zur Brotzeit?
…Brezen!

Und was trinkst du gerne?
Cuba libre, Cola-Korn, Bier, Äpfelwein, Kaffee, Wasser.

Deine persönlichen Urlaubsparadiese:
Malta und auf Curacao. Beide Inseln sind übersichtlich. Haben dennoch genügend Platz und gute Verkehrsverbindungen, falls es doch einmal zu eng werden sollte. Curacao darüber hinaus vorwiegend schwarze Einwohner, welche alle gutes Niederländisch sprechen. Ach so, Sri Lanka ist für mich eigentlich kein Urlaubsland, eher eine zweite Heimat.

Wen würdest du gerne mal kennen lernen – oder therapieren:
Sasha Baron Cohen, genannt: Borat!

Wenn du deinen bisherigen Werdegang nochmal Revue passieren lässt – was gibt es da zu erzählen, von Anfang an?
Ich erblickte das Licht der Welt durch ein trübes, schmutziges Fenster in Frankfurt/Main. Es war 1946, nach Kriegsende, und man hatte andere Sorgen, als Fenster zu putzen. Der Standesbeamte hat sich erst mal vertippt und meinen Start mit „1846“ angegeben. Dafür habe ich mich aber wirklich gut gehalten!

Meine Eltern befahlen mir: Du wirst einmal Ingenieur! Ich wußte weder, wie man das schreibt, noch, was das ist. Mit acht oder neun Jahren kam meine erste Begegnung mit Hypnose. Das habe ich aber schon sooooooo oft erzählt!

Aus Versehen studierte ich Medizin. Davor Tätigkeit als Gepäckarbeiter bei der Bundesbahn, gleichzeitig den Musischen Zweig eines vornehmen Frankfurter Gymnasiums absolviert.
Heirat (man nennt es auch „Kinderehe“), berufliche Tätigkeit im Schwarzwald. Oberarzt, genug davon, Niederlassung als praktischer Arzt. Die Ehe ist eigentlich nach sieben Jahren vorüber, die Scheidung erfolgt erst nach mehr als zwanzig Jahren. Dazwischen „wilde Zeiten“. Zweitstudium, gleichzeitig praktischer Arzt, Konsiliarius für Anästhesie in einer großen Nervenklinik, Notarzt, privat……. neeee, das wäre zuuuuuu unanständig, alles zu erzählen.

Später habe ich doch noch die Frau meines Lebens gefunden. Mit zwei Kindern, die mittlerweile keine Kinder mehr sind. Bin in den hohen Norden gezogen. Habe neben allen möglichen beruflichen Qualifikationen, Titeln und Ehren nie meinen „Grundberuf“ Hypnotiseur vergessen!

Und jetzt bitte die berühmten letzten Worte:
Am Ende meines Lebens möchte ich sagen: „Ich komm, weiß nicht woher. Ich bin, ich weiß nicht wer. Ich geh, weiß nicht wohin! Ich weiß, dass ich dennoch recht fröhlich bin!“


Lust auf mehr Informationen? Dr. Hans Lang     erreichen Sie unter seiner Email-Adresse oder unter den o.g. Kontaktmöglichkeiten. ,