Der Englische Garten in München zählt zu den größter Stadtparks der Welt. Flächenmäßig übertrumpft er selbst den New Yorker Centralpark. Seinen Namen hat der Park Friedrich von Sckell zu verdanken, der sich damals bei dem Design der Parkanlage von den beliebten englischen Landschaftsgärten inspirieren ließ.

Im Englischen Garten treffen Nacktbader auf Biergärtler, Spaziergänger auf Aktivsportler, sonnenbadende Großfamilien auf posierende Yuppies. Und: Es funktioniert (fast immer) reibungslos, denn hier zeigt sich sogar der sonst eher traditionsbedachte Münchner gerne von seiner weltoffenen Seite.

Was sich jedoch vorletzten Sonntag im englischen Garten zugespielt hat, dürfte selbst die abgebrühtesten Sonnenfreunde aus der Fassung gebracht haben: Da sind Menschen “einfach so” umgekippt, während andere Menschen ihnen alldieweil etwas zugeflüstert haben. Arme haben sich plötzlich wie von selbst erhoben, sind langsam nach oben gerattert, bis sie irgendwann in einer kataleptischen Starre geblieben sind. Und, a propos kataleptische Starre: Ein junger Mann wurde sogar einfach an Beiden und Hals über zwei weitere Menschen gelegt, während sich eine Frau auf seinen Bauch stellte. Ein uraltes Experiment, das die Wirkkraft der Hypnose zeigen soll und auch mächtig was hermacht. Was allerdings nicht so oft verraten wird: Ohne Hypnose klappt das genauso, und: Nachmachen ist nur bedingt zu empfehlen, da man schon ein gesundes Kreuz für eine solche Übung haben sollte.

Aber, was war denn nun eigentlich los? Chaos im Englischen Garten? Oder hat ein Hypnosekurs von Hypnovita einfach wieder einmal die Freilufthypnose zelebriert? Letztes, und wie immer hat es riesig Spaß gemacht! Der MUC08-Kurs hat einen kompletten Nachmittag lang Gelegenheit gehabt, Hypnose im Freien auszuprobieren. Das heißt, mit den Umgebungsvariablen Lärm und Sonne gekonnt umgehen zu lernen. Zu erfahren, wie man auch wildfremde Menschen innerhalb von wenigen Sekunden in angenehmste Trancen beamt. Und wie viel Spaß es machen kann, wenn die Hypnose nicht immer nur im therapeutischen Sitzungssetting stattfindet, sondern mal genauso lebendig praktiziert wird, wie sie eigentlich sein soll.

Summa sumarum: Nicht nur dem Dozenten Dr. Hans Lang hat der Ausflug einen Riesenspaß gemacht, sondern auch die Kursteilnehmer kamen voll auf ihre Kosten. 

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