Eine unangenehme Situation für jeden Hypnotiseur, ob auf der Bühne, im kleinen Kreis oder im therapeutischen Setting: Die Hypnoseeinleitung funktioniert trotz positivem Vorgespräch und (zumindest scheinbarer) Bereitschaft und Erwartung von Seiten des Hypnotisanden nicht. Hat der/die Hypnotisand/In nichts verstanden? Bahnt sich am Ende gar ein Machtkampf an? Werde ich „vorgeführt“? Wie stehe ich jetzt als Hypnotiseur/In da? Manche Hypnotiseure haben in solchen Situationen schon aufgegeben.

Wenn ich mich als Hypnotiseur mit allen Sinnen auf mein Ziel konzentriere, dann sollte diese Situation kein Problem mehr sein. Dann gehe ich davon aus, dass der/die Hypnotisand/In in Hypnose gehen wird. Das ist alles. Es gibt keine Versager! Höchstens dass ich hier und da einmal nicht auf Anhieb verstanden worden bin (oder mich nicht genügend verständlich gemacht habe). Ok, das ist menschlich. Das lässt sich nicht vermeiden.


Einer meiner Kursteilnehmer erzählte mir dazu folgendes:

Gestern hatte ich einen Klienten zur Hypnose. Er schien gesund und intelligent, schien auch genügend motiviert. Ich demonstrierte ihm ganz schnell die „leichte und schwere Hand“ und noch irgendeinen Convincer. Er machte diese Experimente interessiert mit und schien ziemlich erstaunt darüber. Insbesondere, dass er die schwere Hand kaum noch hochhalten konnte, während die leichte Hand fast von alleine zu schweben schien.

Zur Einleitung wählte ich die „magnetischen Hände“.

Bei der Vorstellung, in beiden Händen sei ein Magnet, diese beiden Magneten zögen sich immer stärker an, blickte er neugierig auf seine Hände. Diese machten nicht die geringsten Anstalten, sich aufeinander zuzubewegen. Ich dachte nach einer Weile an meine Terminplanung und an das, was Du uns über solche Situationen erzählt hast.

Ich stellte mir vor, dass die Induktion, die Einleitung, erfolgreich beendet sei und begann zu vertiefen. „Und während Deine Hände nun immer stärker, immer schneller von diesen Magneten zusammengeführt werden, zähle ich langsam von eins bis fünf. Wenn Deine Hände sich berühren, dann lass sie einfach nach unten fallen, geh in Hypnose und wenn ich bei der fünf angelangt bin, dann bist Du so tief in Hypnose, wie Du heute kannst und willst………“

  • und im nächsten Moment waren die Augen geschlossen und die Hände begannen sich immer schneller aufeinander zu zu bewegen.

Nach der Zahl fünf machte ich zur Sicherheit noch einen modifizierten Elman-Test. Ich suggerierte dem Klienten, dass die Augenmuskulatur so tief entspannt sei, dass er jetzt, jetzt im Moment, die Augen nicht öffnen könne. Als ich ihn anwies, zu versuchen, die Augen zu öffnen, dabei zu erleben, dass das nicht ginge, lachte er leise.

In der folgenden Viertelstunde kommunizierte ich mit ihm über ideomotorische Zeichen.

Anschließend erinnerte er sich nur noch, dass er die Augen nicht öffnen konnte, dass er das sehr erheiternd gefunden habe. Die lästige Gewohnheit, die ihn zu mir geführt hatte, habe er zusammengeknüllt und in den Weltraum geschossen.

An die Einleitung konnte er sich nicht mehr erinnern.“


Natürlich war (und bin) ich mächtig stolz darauf, dass ein sehr erfolgreicher Hypnotiseur sein Handwerk bei mir gelernt hat.

Was war das wesentliche an seinem Erfolg nach dem anfänglich scheinbaren Misserfolg? Sicherlich war die auf das Ziel gerichtete Intention wichtig und wesentlich.

Dennoch: zu seinem Erfolg trug etwas noch wesentlicheres bei.

Was es ist, wie man es gewinnt und wie man damit umgeht, wird im Workshop

MX RELOADED

am 28.01.2011 in München behandelt.

MX bedeutet übrigens: „macht nix!“ – Bedeutet: Misserfolg gibt es nicht. Bedeutet: Wenn es nicht geht, mach etwas anderes!

Neugierig?

Übrigens: die Strategien sind auch außerhalb der Hypnose(n) immer wieder praktisch!

  • Zeit: 28.01.2011 von 14:00 bis ca. 18:00
  • Ort: Hypnovita-Institut München
  • Kosten: EUR 60,– – Mitglieder des DVH EUR 50,–
  • Hier ist der Link zur Anmeldung

Eine unangenehme Situation für jeden Hypnotiseur, ob auf der Bühne, im kleinen Kreis oder im therapeutischen Setting: Die Hypnoseeinleitung funktioniert trotz positivem Vorgespräch und (zumindest scheinbarer) Bereitschaft und Erwartung von Seiten des Hypnotisanden nicht. Hat der/die Hypnotisand/In nichts verstanden? Bahnt sich am Ende gar ein Machtkampf an? Werde ich „vorgeführt“? Wie stehe ich jetzt als [...]