
Viele KollegInnen bezeichnen sich gerne als “HypnotherapeutIn“
Ich bitte diese im Voraus um Verzeihung
Hypnotiseure hypnotisieren.
Hypnotiseure wachen am Morgen (oder wann auch immer) auf und SIND
HYPNOTISEURE.
Hypnotiseure beenden den Tag als HYPNOTISEURE
Ein Freund erzählte mir vor einiger Zeit: Ich fuhr neulich zusammen mit einem Kollegen in der Bahn. Neben mir saß eine junge Frau. Wir kamen ins Gespräch. Sie fragte mich: Was machst Du beruflich?
Ich: Ich bin Hypnotiseur.
Sie: Interessant, geht so etwas wirklich?
Ich: Wo steigst Du aus? Aha, dann haben wir noch etwa zehn Minuten. Ich kann Dir gerne mal Hypnose zeigen…..
Sie: Au ja!
Ich habe mit ihr eine Schnellinduktion gemacht, kurz vertieft und mich von der Hypnose überzeugt, habe sie in der Imagination zu ihrem Lieblingsplatz geschickt, nach einigen Augenblicken suggeriert, dass sie von dort ein langanhaltendes, gutes Gefühl mitnehmen möge, habe die Rücknahme angekündigt, habe die Hypnose sehr gründlich zurück genommen, und dann haben wir uns noch ein paar Minuten lang nett und freundlich unterhalten. Sie hat sich sehr, sehr gut gefühlt und war richtig froh, diese Hypnose mitgemacht zu haben. Sie hat mir, als der Zug weiterfuhr, vom Bahnsteig aus fröhlich zugewunken.
Und dann:
hat mich mein Kollege furchtbar zusammengestaucht.
“DU HATTEST KEINEN BEHANDLUNGSAUFTRAG!”
war das harmloseste, was er mir vorwarf.
Frage: was also ist der Unterschied zwischen Hypnotiseur/IN und Hypnotherapeut/IN?
Antwort: während Hypnotiseur/IN eine Sitzung zur allseitigen Zufriedenheit bereits abgeschlossen hat, überlegt sich Hypnotherapeut/IN noch immer mögliche Kontraindikationen und -in diesem Falle- die eigene Legitimation.
Weitere Frage: Wie viele Hypnotherapeuten sind nötig, um eine Glühbirne auszuwechseln?
Antwort: dreizehn! Einer wechselt die Glühbirne aus, wobei er versucht, für jede einzelne Bewegung die Legitimation durch die anderen zu erhalten. Die zwölf anderen aber streiten sich in der Zwischenzeit darüber, was Erickson, Elman, und wer auch immer momentan als Hypno-Idol gilt,
in der gleichen Situation NICHT getan haben würde…………….
Und nun zum Thema WORTBRUCH:
Bezüglich meiner Ankündigung, mein Post habe mit dem “Freund-Vernichter” zu tun: Ich habe mich entschlossen, den “Freund-Vernichter” aus moralischen Gründen nicht zu publizieren. Ich werde stattdessen im nächsten Post meine Variation, den “Feind-Versöhner” vorstellen.
Ich bin wahrlich kein großer Fußballfan. Aber der Magie einer Weltmeisterschaft kann selbst ich mich nicht entziehen. Das Achtfinalspiel habe ich mir in München angeschaut – und Bauklötze gestaunt ob der überragenden Leistung gegen England. 4:1 – wer hätte das gedacht!
Das Viertelfinale musste ich mir dann allerdings in England anschauen. Genauer: In einem typischen Arbeiterpub in Birmingham, West Midlands. Die Stimmung war etwas angespannt. Viele Engländer haben sich mit ihrem Pint fest im Griff vor dem Bildschirm versammelt. Ein paar markige Sprüche, das gehört dazu. Dann: Deutschlands Torhagel gegen Argentinien. Erstes Tor, zweites Tor, drittes Tor … viertes Tor. Argentinien war komplett chancenlos. Damit hätte, allem Optimismus zum Trotze, keiner gerechnet. Und womit ich nicht gerechnet hätte: Nach dem Spiel haben sich die Engländer plötzlich gefreut über den überragenden Sieg der Deutschen! Und hier wurde mir drei Dinge klar.
Wo ich jetzt die Parallelen zum “richtigen” Leben sehe? Kurz und bündig:
… und in diesem Sinne werde ich Birmingham rechtzeitig am Mittwoch verlassen, um mich am Abend dann – hoffentlich – über den Einzug ins Finale zu freuen.
12 Jun
von Dr. Hans Lang - Kategorie: Allgemein, Sprache, Techniken
MACHT NIX!
Du kannst einfach nicht “everybodies darling” sein! “everybodies darling is everybodies A….l.ch” – (Franz Josef Strauss zugeschrieben – wo er recht hatte, hatte er recht)
Aber meist wirst Du nicht persönlich abgelehnt, wahrscheinlich hast Du jemanden angesprochen, der/die mit einem der gängigen Vorurteile behaftet ist……………….
Vorschlag: Antworte zum Beispiel: “Ich würde Dir selbstverständlich gerne Hypnose zeigen, um Dir eine Freude zu machen, aber ich tue es lieber nicht, denn Du bist sicherlich nicht der richtige Ansprechpartner……”
Verlass Dich darauf: diese(r) Ansprechpartner(in) wird mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit wieder auf Dich zukommen und aktiv um eine Hypnoseerfahrung bitten. Vielleicht nicht am gleichen Tag, vielleicht erst nach mehreren (scheinbaren) Ablehnungen. Warte es ganz gelassen ab………………
Im Hochleistungssport ist es eine Selbstverständlichkeit: Wer die Meisterschaft gewinnen will, benötigt eine meisterschaftliche Vorbereitung. Von Siegertypen wie Michael Schumacher oder Walter Röhrl wissen wir: Der Körper will wohl trainiert sein, aber gewonnen wird im Kopf.
Sowohl Schumacher als auch Röhrl sind ihre Rennstrecken wieder und wieder im Kopf quasi vorab abgefahren. In Selbsthypnose haben sie sich jede Kurve, jede Schikane, jede Besonderheit eingeprägt. Als sie schließlich im Rennen hinter dem Steuer saßen, konnten sie voller Konzentration und innerer Ruhe durchstarten – schließlich wussten sie ganz genau, wo sie hinwollten, und welcher Weg dorthin führte.
Michael Schumacher gewann sieben Weltmeisterschaften in der Formel1. Walter Röhrl holte sich als Rallyefahrer zwei Weltmeisterschaftstitel. Beide demonstrierten eindrucksvoll, wie Fahren in Vollendung aussehen kann – mühelos, anstrengungslos, und dennoch hochkonzentriert.
Was das nun für Ihren Alltag bedeutet? Ganz einfach: Was Michael Schumacher und Walter Röhrl hinter dem Steuer eines Rennfahrzeugs geleistet haben, können Sie auch leisten – hinter dem Steuer Ihres Lebens.
Angenommen, Sie würden die nächste Wegstrecke Ihres Lebens einfach schon mal im Kopf vorab fahren: Welche Hindernisse könnten da warten, welche Schikanen, und wie können Sie diese – elegant und mit einem Lächeln auf den Lippen – meistern? Wo wollen Sie besonders Gas geben, wo abbremsen, wo mal eine Auszeit nehmen? Wie pflegen Sie “Ihr Fahrzeug”, wie schonend oder fordernd gehen Sie damit um?
Und, wenn Sie dann mit voller Power über die Ziellinie schießen: Wie werden Sie sich fühlen? Wie werden Sie Ihre Erfolge feiern?
Sie werden überrascht sein, wie viel mehr Power und Sicherheit Ihnen dieses Kopfkino bringt. Das muss gar nicht lange dauern – sehr wohl aber möglichst regelmäßig stattfinden. Das Training im Kopf, die wiederholte Vorstellung vom “Was wäre wenn, …”, macht Sie fit für die realen Herausforderungen. Ihre Zukunft ist nicht mehr terra incognita, sondern fühlt sich wohlvertraut an.
Gelegentlich höre ich folgendes Argument:
“Ich sehe ja durchaus den Sinn hinter der Selbsthypnose. Aber mir fehlt einfach die Zeit dazu! Der Job / die Kinder / das Leben … so gerne ich würde, es geht einfach nicht.”
Natürlich können Sie auch ohne Planung einfach darauf losfahren. Aber spätestens bei High Speed kurz vor der Haarnadelkurve werden Sie merken, wie wichtig ein wenig Vorbereitung gewesen wäre. Die Haarnadelkurven im Alltag sind all die Situationen, die ein wenig Fingerspitzengefühl von uns erfordern, um sie gekonnt zu meistern: Das Gehaltsgespräch, die Diskussion mit dem Lebenspartner, das neue Projekt, …
Wie Selbsthypnose nun funktioniert? Es gibt hunderte von Möglichkeiten – unter anderem auch sehr einfache, wie z.B. die Selbsthypnose auf http://www.hypnoseberatung.de/selbsthypnose.html . Falls Sie die Selbsthypnose noch nie ausprobiert haben, sollten Sie das möglichst schnell nachholen – und möglichst bald eine Regelmäßigkeit daraus werden lassen. Je mehr Sie ins Training investieren, desto mehr wird es sich für Sie im Alltag auszahlen.
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Ebenfalls ein altes Rennfahrermotto, und wenn Sie demnächst – zumindest mental – auf den Spuren Röhrls und Schumachers wandern, wünsche ich Ihnen viel Spaß dabei.
Wie, zum Teufel, bekomme ich meinen Blog hier in den Hypnovita-Blog integriert?
Ich werde es herausfinden!
Bis dahin: er ist unter http://jackthehypnotist.com einzusehen
Gerade Neulinge in Sachen Hypnose und NLP sind gerne mal verwirrt, wenn es um die beiden Modelle mit dem großen M geht. Beide Modelle ähneln sich, beide haben mit Sprache zu tun, mit beiden lässt sich gut eine Hypnosesitzung bestreiten. Wo aber liegt jetzt der genaue Unterschied?
Ganz einfach: Das Milton-Modell ist das exakte Gegenteil des Meta Modells! Natürlich ist das eine Vereinfachung, die aber des leichteren Lernens wegen an dieser Stelle erlaubt sei.
Mit dem Milton-Modell möchte ich Sprache vom konkret-spezifischen hin zum Allgemeinen führen. Aus “Entspanne dich!” wird so ein “Und ich weiß nicht, ob du bereits spürst, wie sich eine ganz allmählich beginnende Ruhe in dir auszubreiten beginnt … dein Unterbewusstsein, dieses Gefühl sehr wohl wahr zu nehmen und vielleicht hast du noch gar nicht bemerkt, wie wohltuend all das für dich sein kann.”
Mit dem Meta Modell hingegen möchte ich konkretisieren. Vor allem bei hinderlichen Selbstsuggestionen und Glaubenssätzen. “Ich fühle mich immer so schlecht!” . Wirklich immer? Wo genau fühlst du dieses Gefühl?
Für Hypnotiseure: Das Meta Modell wird überwiegend dann genutzt, wenn die Augen geöffnet sind. Vorgespräch, Coaching-Dialog, Zielklärung. Das Milton-Modell hingegen in, während oder zur Einleitung von Trance.
Hier nochmal am konkreten Beispiel, der Generalisierung.
“Keiner kann mich ausstehen!”. Ein Glaubenssatz, der die eigene Lebensenergie durchaus abzuschnüren vermag. Hier wird der versierte Coach gemeinsam mit seinem Klienten auf die Suche nach der Ausnahme gehen und das Meta-Modell nutzen, um die Generalisierung “keiner” aufzubrechen: “Wirklich keiner? Kein einziger Mensch? Kein einziges Tier? …” Bestimmt lässt sich hier eine Ausnahme finden.
Im Milton Modell kommt mir die Generalisierung jedoch gerade recht: “Jeder Gedanke führt dazu, dass du dich immer mehr und mehr entspannst. Jeder Atemzug … “
Was ist der größte Fehler, den man als angehender Hypnotiseur begehen kann? Den Stil seines Lehrmeisters oder Vorbilds gnadenlos zu emulieren. Klar, am Anfang schafft es vermeintlich Sicherheit: Man kopiert die Worte, die Grammatik, die Tonalität (und teilweise sogar die Körperhaltung) seines Vorbilds und verspricht sich davon die selben, guten Ergebnisse. Klappt das? Nur bedingt – wenn überhaupt.
Eine spitzenmäßige Ressource, über die wirklich jeder Hypnotiseur verfügt, ist seine eigene, unnachahmliche Authentizität.
Jeder Mensch ist ein Original. Statt seine eigene Art und sein eigenes Wesen zu überspielen gilt es, diese zu kultivieren. Der bekannte Hypnotiseur Milton H. Erickson war deshalb der große Erickson, weil er den Mut hatte, er selbst zu sein – mit all seinen Schwächen. Und selbst Richard Bandler, der Erickson intensivst modelliert hat, ist ein absolutes Unikat. Klar, er leiht sich verschiedene Ressourcen von anderen Profis aus. Diese integriert er jedoch dermaßen gekonnt, dass sie zu einem Teil seiner selbst werden – statt seine Persönlichkeit zu überdecken oder gar zu verdrängen.
Die ersten Lernschritte macht man häufig darüber, das Verhalten eines Lehrers 1:1 zu kopieren. Und für den Anfang ist es auch OK. Vielleicht reicht es auch später mal für Mittelmaß.
Wer jedoch wirklich sehr gut mit dem werden will, was er tut, sollte sich niemals damit zufrieden geben, eine bloße Kopie einer anderen Person zu werden. Kopieren, emulieren, modellieren – als das ist erlaubt. Wahre Meisterschaft erzielt letzten Endes allerdings nur derjenige, der auch den Mut hat, eigene Wege zu gehen.
Hypnose ist weniger Wissenschaft denn Kunst. Der künstlerische Aspekt zeigt sich in der Art und Weise, wie ich meine Arbeitswerkzeuge zur Geltung kommen lasse: Tonlage, Lautstärke, Pausen, Intonation und vieles mehr entscheiden zwischen Mittelmaß und Königsklasse.
Aus diesem Grund diktieren wir unseren Kursteilnehmern in den Hypno-Ausbildungen auch keinen bestimmten Stil, sondern laden sie dazu ein, ihr “eigenes Ding” zu entdecken. Dazu bekommen sie ausreichend Wahlmöglichkeiten an die Hand, um wirklich aus dem Vollen schöpfen zu können: Direktiv-autoritär, permissiv-indirekt, ganz klassisch nach Erickson, oder doch lieber metaphorisch? Wer viel ausprobiert hat auch viel, was er später in seine Sitzungen einbauen kann.
Fünf Lernmodule, ein halbes Jahr und wirklich intensives Üben in der Zeit dazwischen bringen genug Kompetenz, um verantwortungsvoll & stilsicher zu hypnotisieren. Herzlichen Glückwunsch zur Zwischenetappe! In den nächsten fünf Modulen geht’s jetzt an die Feinheiten und es bleibt weiterhin spannend …
In “Hypnovita stellt vor” stellen wir regelmäßig interessante Persönlichkeiten aus den Bereichen Hypnose, Coaching & Therapie vor. Diesmal im Portrait: Ralf Denner.
Ralf hat sich im Rahmen seiner Hypnoseausbildung immer wieder die Frage gestellt: Wie schaffe ich es, das neu erlernte Wissen später professionell umzusetzen? Wie sieht gekonntes Marketing aus, wie mache ich potentielle Klienten auf meine Leistungen aufmerksam? Er wusste, was er konnte, schließlich hat er die Hypnose von der Pike auf gelernt. Dennoch hat sich zuweilen mal die Unsicherheit breit gemacht, ob er sein Können auch entsprechend an den Mann bringen können wird.
Anstatt aber nur Kopfkino zu betreiben und sich die Frage zu stellen “Was wäre, wenn …” hat Ralf Denner den Mut gezeigt, viele verschiedene Ansätze auszuprobieren. Nebst klassischer Werbung und dem Besuch verschiedener Messen als Aussteller hat er auch seinen fahrbaren Untersatz zum Aushängeschild für seine Praxis gemacht. Mittlerweile ist er schon weit über seine Stadtgrenzen hinaus bekannt, und die Leute wissen genau, wer da kommt, wenn sein Käfer anrollt: … der Hypnoman ist da!
Wer auf so spannende Marketingideen kommt, ist sicherlich auch ein spannender Gesprächspartner. Wir haben Ralf Denner zum Interview eingeladen.
Steckbrief
| Name: | Ralf Denner |
| Alter: | 50 Jahre |
| Praxisanschrift: | Privatpraxis für Hypnose Ralf Denner Am Wörth 3385354 Freising |
| Telefon: | 08161-43586 08161-43586 |
| Email: | info@hypno-man.de |
| Web: | http://www.hypno-man.de |
| Praxisschwerpunkte: |
|
Wie bist du auf die Hypnose gekommen?
Eigentlich habe ich mich schon immer wieder mit dem Thema beschäftigt. Meine ältesten Bücher dazu sind mehr 18 Jahre alt …. Nach einem Unfall dachte ich mir: Mach was anderes mit deinem Leben. Das war der Start in die aktive Hypnose und derzeit in die Heilpraktikerausbildung.
Was hast du vor der Hypnose gemacht?
Anfangs Beamter, danach selbstständig im Bereich Versicherungen, Immobilien und EDV.
Was an der Hypnose fasziniert dich am meisten?
Die Möglichkeit, Menschen den Weg zu zeigen und sie anzustoßen, sich selbst positiv zu beeinflussen.
Was war dein spannendstes / schönstes Erlebnis mit Hypnose?
Eine Klientin mit künstlichem Kniegelenk, ca. 60 Jahre alt, kam wegen einer Blockade. Sie konnte nicht richtig laufen, vor allem nicht schmerzfrei. Von der medizinischen Seite war alles abgeklärt: Die Ärzte sagten ihr, mechanisch sei alles in Ordnung. Bereits nach der ersten Sitzung fühlte sie sich besser. Sie verließ meine Praxis, zehn Minuten später kam allerdings mein Sohn ganz aufgeregt und meinte: Papa, was hast Du mit der Frau gemacht ? Die läuft ständig die Treppen draußen rauf und runter.
Gibt es eine Erfolgsgeschichte von einem deiner Klienten, die du gerne erzählen möchtest?
Eine überdurchschnittlich attraktive Mittvierzigerin kam wegen Eifersucht verbunden mit Wutausbrüchen unangemeldet in die Praxis. Nach einem wirklich kurzen Gespräch wendete ich eine Blitzintervention an und bat sie anschließend, sich noch mal in die Situation hineinzufühlen. Sie sprang vom Sessel auf und jubelte: Es ist weg, es ist weg! Seitdem sind ca. drei Monate vergangen und das Problem kam nicht wieder.
Mit welchen Themen und Klienten arbeitest du am liebsten?
Gute Frage … am liebsten arbeite ich mit Frauen. Die Bereitschaft mitzumachen, sich fallen zu lassen scheint wesentlich größer zu sein als bei Männern. Insbesondere ist das Feedback bei den Frauen größer, da kommt schon mal die Bemerkung: Sie haben mein Leben verändert… Thematisch mag ich alles, was mit Ruhe, Entspannung, Schmerzkontrolle usw. zu tun hat.
Du hast die Hypnose ja bei Hypnovita gelernt. Was hat dir an deiner Hypnoseausbildung am meisten gefallen?
Die Ausbildung war hervorragend kurzweilig. Tolle Dozenten, die abwechslungsreiche Themen gebracht haben und sich nicht davor gescheut haben, ihre eigenen Erfahrungen und Erlebnisse mit einfließen zu lassen. Vor allem das gnadenlose und sofortige Üben mit den Kollegen und Kolleginnen war eine tolle Sache.
Was machst du gerne in deiner Freizeit?
Genießen, z.B. toll Essen gehen mit meiner Frau, im Grünen sitzen und träumen, mit meinem Hund unterwegs sein, mit meinem VW Käfer gemeinsam mit meinem Sohn gemütlich durch die Gegend cruisen…
Toll Essen gehen … was magst du denn am liebsten?
Pfeffersteak. Mit Rallo Passito di Pantelleria, einem wirklich traumhaften (und leider nicht ganz so günstigen) Rosé.
Urlaub am liebsten hier:
Strandsegeln auf den dänischen Inseln
Wen ich gerne mal kennenlernen würde:
Den Dalai Lama
Hast du eine Lebensweisheit / ein bestimmtes Motto?
Heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens …
Woran glaubst du?
Ich glaube, dass jeder Mensch sein Schicksal selbst bestimmt und selbst darüber entscheidet, ob er glücklich oder missgestimmt durchs Leben geht. Permanent sind wir dabei, das Drehbuch unseres eigenen Lebens zu schreiben. Ich glaube, dass es an uns selbst liegt, ob es ein Horrorfilm wird oder eine Schnulze mit Happy-End.
Berühmte letzte Worte, oder – was ich schon immer mal sagen wollte:
Heute wird morgen schon gestern sein
Vielen Dank für das schöne Interview!
In “Hypnovita stellt vor” stellen wir regelmäßig interessante Persönlichkeiten aus den Bereichen Hypnose, Coaching & Therapie vor. Diesmal im Portrait: Dr. Hans Lang .
Wer Hans schon einmal kennen lernen durfte, hat schnell begriffen: Wer außergewöhnliche Ergebnisse wünscht, muss auch bereit sein, außergewöhnlich zu sein. Hans überzeugt durch seine unkonventionelle Art und Weise, mit der er blitzschnell Rapport erzeugt und Veränderung zum Kinderspiel werden lässt.
Dr. Hans Lang ist ein gefragter Dozent an verschiedenen Instituten und Akademien im In- und Ausland – unter anderem bei Hypnovita im Rahmen der “Essex Institut für klinische Hypnose” Ausbildungen.
Steckbrief
| Name: | Dr. Hans Lang |
| Alter: | 61 Jahre |
| Praxisanschrift: | Dr. Hans Lang Laurenzstrasse 6138607 Ochtrup |
| Telefon: | 02553-98653 |
| Email: | hans@hypnoman.de |
| Web: | http://www.hypnoseseminar.de |
| Praxisschwerpunkte: |
|
Hallo Hans! Wie bist du auf den Gedanken gekommen, Hypnotiseur zu werden?
Ach, das hat sich im Laufe meines Lebens ganz von selbst ergeben.
Was hast du vor der Hypnose gemacht?
Ich war Gepäckarbeiter bei der Bahn, habe aus Versehen Medizin studiert, habe später die angesehene und sichere Stelle des Oberarztes für Anästhesie „geschmissen“, habe Tiefenpsychologie studiert, war Psychoanalytiker………und habe die ganze Zeit über hypnotisiert und experimentiert.

Viele Menschen finden die Hypnose ziemlich aufregend. Was macht dir daran am meisten Spaß?
Zum einen die Möglichkeit, meine Hypnotisanden, oder auch mich selbst, gezielt in die Trance und auch wieder aus der Trance herausführen zu können. Andererseits ist es schrecklich faszinierend, zu beobachten, wo und hinter welchen höchstverschiedenen Phänomenen letztlich Hypnose steckt.
Und was fasziniert dich an der Hypnose am allermeisten?
Wenn ich erfahre, wie beim Klienten (oder auch bei mir selbst) augenblickliche Veränderungen stattfinden.
Welches hypnotische Erlebnis ist am meisten in Erinnerung geblieben?
In England kam eine nette Dame auf mich zu, streckte mir die Hand entgegen und sprach: “Hello, I’m Jane!“ Ich zögerte einen Sekundenbruchteil zu lange, dann kam ich nicht mehr zum Antworten (“hello, I’m Tarzan“), weil sie mich schon in Hypnose hatte.
Gibt es eine Erfolgsgeschichte von einem deiner Klienten, die du gerne erzählen möchtest?
Es ist siebenundzwanzig Jahre her: ein „alter Freund“ (33 Jahre älter als ich) hatte vor dreißig Jahren, also in meinem vierten Lebensjahr, einen schweren Motorradunfall gehabt. Seitdem trug er viele „Ersatzteile“, Schrauben und Nägel, in seinen Knochen herum. Immer wieder hatte er das Gefühl, als ob um seinen linken Oberschenkel eine Druckmanschette liege. (Heute weiß ich, dass es eine Körper-Erinnerung gibt. Möglicherweise hatte man ihm nach diesem Unfall eine Blutdruckmanschette über den linken Oberschenkel gelegt, um ihn vor dem Verbluten zu retten.) Dieses Manschettengefühl sei ihm zeitweise sehr lästig. Ok, ich habe ihn in meiner damaligen Praxis im Schwarzwald hypnotisiert. Genaues kann ich nicht erinnern. Nur, dass ich einen Heidenschreck bekam, als er bei der Induktion sagte: „Ja, es geht los! Ich geh jetzt in Trance!“ und mein Herz ging: wobobobobobobobobob!
Spätabends haben wir noch ein Bier getrunken. Dabei erzählte mir mein Freund: „Das war vielleicht lustig! Als ich nach Hause ging, hatte ich das Gefühl, als ob diese Manschette immer weiter an meinem Bein herabgerutscht wäre. Und plötzlich war sie am Boden. Ich bin unwillkürlich stehen geblieben und habe geguckt! Na gut, jetzt ist sie weg!“
Etwa zwei Monate später dachte ich wieder an seine „Manschette“ und fragte nach. „Ach ja, ich habe das ganz vergessen“ sagte mein Freund, „zwei oder drei Wochen nach der Hypnose kam dieses Manschettengefühl wieder und Du warst zwei Wochen lang weg. Da hab ich mich aufs Sofa gelegt und mir vorgestellt, was Du neulich alles gesagt hast. Das hat gewirkt und seitdem ist die Manschette endgültig weg!“
Er hat noch fast zwanzig Jahre gelebt. Die Manschette war und blieb weg.
Du bist Stammdozent in den Ausbildungen von Hypnovita. Was macht dir daran am meisten Spaß?
In den Kursen kann ich etwas sehr wichtiges weitergeben: das, was für mich die Grundlagen von Hypnose -und eigentlich auch jeder anderen Kommunikation- sind. Ich stelle mir vor, hier ein solides Universalwerkzeug zu vermitteln, welches jede(r) einzelne in seinem/ihrem Sinne verwenden kann.
(… und dass ich immer wieder eine Ausrede habe, nach München zu kommen, ist auch nicht ganz zu verachten
).
Mal was ganz anderes: Warum ist die Banane krumm?
Es gab einmal zwei Weise, die sich gegenseitig diese Frage stellten.
Einer meinte: „Weil Gott sie so gemacht hat!“ der andere: „Das machst Du Dir zu einfach! Ob es Gott gibt, oder nicht, ob sich jemand die Banane so ausgedacht hat, oder nicht, es handelt sich jedenfalls um eine Frucht, welche sich durch die klimatischen Bedingungen und die Adaptation an ihre Umwelt so entwickelt hat. Und sieh mal, welche unterschiedlichen Bananensorten es gibt………….“
Die Diskussion wurde immer hitziger und schließlich handgreiflich. Nach Verlust einiger Zähne sahen die Kontrahenten ein, dass diese Art der Diskussion zwecklos sei. So weise waren die beiden Weisen. Gleichzeitig fiel ihnen ein, dass im fernen irgendwo, also ganz in der Nähe, ein dritter Weiser lebte, der bekanntermaßen alles, aber auch alles wußte. Ein Super-Weiser also. (Es gibt übrigens viele selbsternannte Schüler und Nachfolger dieses Super-Weisen. Sie heißen im heutzutage üblichen Denglisch: „Supervisor“.)
Nachdem die beiden Weisen einige Tage gereist waren und sich dabei auch oft verlaufen hatten, fanden sie schließlich den Superweisen. „Sag und doch, warum ist die Banane krumm!“ baten sie unisono. „Hmmmmmm, könnt Ihr mir eine Banane bringen, so dass ich Euch diese Frage richtig beantworten kann?“ fragte der Superweise zurück. Schon rannten die beiden Weisen los zum nächsten Tante-Emma-Laden. Nach mehrtägiger Suche und vielen Verirrungen wurden sie fündig: nicht nur eine Banane, nein, ein ganzes Bündel brachten sie daher.
Prüfend nahm der Superweise eine davon in die Hand: „Aha, das also ist eine Banane! Ja, was meint Ihr denn, warum die Banane krumm ist?“
„Ganz klar, weil Gott…………..“
„Quatsch! Anpassung an die Funktion durch Ausübung derselben………..“
… und schon prügelten die Weisen aufeinander ein. Die Fetzen flogen nur so und der Superweise mußte einige male ausweichen. Als keiner der beiden Weisen auch nur einen einzigen Zahn noch im Mund hatte, ließen sie in ohnmächtigem Zorn voneinander ab. Der Superweise hatte in genau diesem Moment die letzte Banane verzehrt. „Ich danke Euch, meine Freunde, Euch habe ich eine wunderbare, schmackhafte Mahlzeit zu verdanken!“
Thema Hobbies: Was machst du gerne in deiner Freizeit?
Fahrrad fahren, Nordic Walking, Musik, Unter-Leute-gehen, Alltags- und Strassenhypnose.
Lebst du nach irgend einem bestimmten Motto?
Omnia mea mecum porto
(oder auch: http://www.youtube.com/watch?v=gBLeVcP_JQg)
Woran glaubst du?
Ich weiß nicht viel und ich glaube noch weniger.
(Ich weiß nicht, woraus eine Flamme besteht. Ich glaube nicht, dass Feuer gut oder böse ist. Ich erfahre unterschiedliche Wirkungen und Wertungen in unterschiedlichen Kontexten).
Was gibst bei dir zur Brotzeit?
…Brezen!
Und was trinkst du gerne?
Cuba libre, Cola-Korn, Bier, Äpfelwein, Kaffee, Wasser.
Deine persönlichen Urlaubsparadiese:
Malta und auf Curacao. Beide Inseln sind übersichtlich. Haben dennoch genügend Platz und gute Verkehrsverbindungen, falls es doch einmal zu eng werden sollte. Curacao darüber hinaus vorwiegend schwarze Einwohner, welche alle gutes Niederländisch sprechen. Ach so, Sri Lanka ist für mich eigentlich kein Urlaubsland, eher eine zweite Heimat.
Wen würdest du gerne mal kennen lernen – oder therapieren:
Sasha Baron Cohen, genannt: Borat!
Wenn du deinen bisherigen Werdegang nochmal Revue passieren lässt – was gibt es da zu erzählen, von Anfang an?
Ich erblickte das Licht der Welt durch ein trübes, schmutziges Fenster in Frankfurt/Main. Es war 1946, nach Kriegsende, und man hatte andere Sorgen, als Fenster zu putzen. Der Standesbeamte hat sich erst mal vertippt und meinen Start mit „1846“ angegeben. Dafür habe ich mich aber wirklich gut gehalten!
Meine Eltern befahlen mir: Du wirst einmal Ingenieur! Ich wußte weder, wie man das schreibt, noch, was das ist. Mit acht oder neun Jahren kam meine erste Begegnung mit Hypnose. Das habe ich aber schon sooooooo oft erzählt!
Aus Versehen studierte ich Medizin. Davor Tätigkeit als Gepäckarbeiter bei der Bundesbahn, gleichzeitig den Musischen Zweig eines vornehmen Frankfurter Gymnasiums absolviert.
Heirat (man nennt es auch „Kinderehe“), berufliche Tätigkeit im Schwarzwald. Oberarzt, genug davon, Niederlassung als praktischer Arzt. Die Ehe ist eigentlich nach sieben Jahren vorüber, die Scheidung erfolgt erst nach mehr als zwanzig Jahren. Dazwischen „wilde Zeiten“. Zweitstudium, gleichzeitig praktischer Arzt, Konsiliarius für Anästhesie in einer großen Nervenklinik, Notarzt, privat……. neeee, das wäre zuuuuuu unanständig, alles zu erzählen.
Später habe ich doch noch die Frau meines Lebens gefunden. Mit zwei Kindern, die mittlerweile keine Kinder mehr sind. Bin in den hohen Norden gezogen. Habe neben allen möglichen beruflichen Qualifikationen, Titeln und Ehren nie meinen „Grundberuf“ Hypnotiseur vergessen!
Und jetzt bitte die berühmten letzten Worte:
Am Ende meines Lebens möchte ich sagen: „Ich komm, weiß nicht woher. Ich bin, ich weiß nicht wer. Ich geh, weiß nicht wohin! Ich weiß, dass ich dennoch recht fröhlich bin!“