Hypnose bei Depressionen, Angst und Sorgen?

TraurigOft erfahren wir Strecken im Leben, in denen unser Tank einfach auf Null steht. Nichts geht mehr so, wie wir es uns wünschen – scheinbar hat sich alles und jeder gegen uns gestellt.

Ängste, Sorgen und Depressionen können unsere Lebensqualität ganz enorm beinträchtigen. Sie belasten nicht nur unser emotionales Gleichgewicht, sondern wirken sich auch negativ auf unser gesamtes Umfeld aus: Unseren Beruf, unsere Freizeit, unsere Freunde und Familie. Wenn die Hoffnungslosigkeit irgendwann überwiegt, ist es wichtig, sich kompetente Hilfe zu suchen. Gemeinsam lassen sich Probleme immer noch am besten lösen, und oftmals tun sich in der Kooperation völlig neue Wege und Perspektiven auf.

Depressionen

Depressionen werden schon heute in vielen Ländern als „Volkskrankheit Nummer Eins“ bezeichnet. Die Depression ist eine ernstzunehmende Erkrankung, bei der der Leidensdruck groß ist. Häufig treten einige oder mehrere der folgenden Sypmtome auf:

  • Gedrückte Stimmung
  • Gefühl der Gefühllosigkeit
  • Antriebsverlust
  • „Langsames Denken“, Denkstörungen
  • Interessenverlust
  • Appetitverlust
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten
  • Negative, innere Zukunftsprognose
  • Körperliche Beschwerden / somatisches Syndrom
  • Schlafstörungen
  • Phasischer Verlauf
  • Suizidgedanken

Die klassische Depression

Die klassische Depression ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und erfordert meist eine spezielle Behandlung. Die gute Nachricht ist jedoch: Die Heilungschancen bzw. Linderungschancen für die Depression sind mittlerweile außerordentlich gut! Wichtig ist hier jedoch ein strategischer, individuell angepasster multimodaler Ansatz, der auf mehreren Säulen steht:

  • Medikamentöse Behandlung (nicht immer, aber häufig unterstützend sinnvoll)
  • Psychotherapeutische Behandlung
  • Eigenmaßnahmen (Entspannungstraining, Aktivitätsaufbau, psychosoziale Maßnahmen)

Bitte beachten Sie: Bei der klassischen Depression handelt es sich um eine Krankheit, an der der Betroffene aber in der Regel keine Schuld trägt! Meist trifft sie einen wie aus heiterem Himmel, und oft sind auch körperliche Ursachen dafür verantwortlich (wie zum Beispiel eine Imbalance an Botenstoffen im Gehirn). Deshalb ist es wichtig, so schnell wie möglich fachkundige Hilfe aufzusuchen. Der erste Weg sollte hier nach Möglichkeit zum Arzt Ihres Vertrauens führen, optimalerweise einem Psychiater.

WICHTIG – Sollten Sie sich aktuell mit Suizidgedanken tragen, bedenken Sie bitte folgendes: Die meisten Suizidversuche enden wenig erfolgreich und verschlimmern die Probleme nur. Bei Suizidgedanken sollten Sie umgehend sachkundige Hilfe aufsuchen. Gemeinsam lassen sich Wege aus dem Tief finden und es eröffnen sich neue Perspektiven. Wenden Sie sich bei Suzidgedanken deshalb unbedingt an Ihren Arzt oder eine Hilfsstelle in Ihrer Umgebung.

Bei einer akuten Krise können Sie sich an die Telefonseelsorge wenden, die Sie rund um die Uhr kostenfrei unter Telefon 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 erreichen. Falls Sie noch nicht volljährig sind, rufen Sie bitte unter der 0800-1110333 an. Mit der Telefonseelsorge können Sie kostenfrei und diskret ein erstes Gespräch führen und Ihre Suizidgedanken erwähnen. Die Telefonseelsorge hält viele Möglichkeiten parat, um schnell eine gute und solide Unterstützung zu vermitteln.

Die reaktive Depression (Belastungs- und Anpassungsstörungen)

Eine reaktive Depression ist ofmals als Reaktion auf belastende Lebensereignisse anzusehen, wie zum Beispiel der Verlust eines geliebten Menschen (Tod oder Trennung), oder ein traumatisierendes Ereignis. Meist war das Lebensgefühl bis zu dem Life-Event hin normal und nicht von depressiver Verstimmung geprägt. Bei den Belastungs- und Anpassungsstörungen kann also ein Ereignis ausgemacht werden, das die depressiven Verstimmungen verursacht hat.

Die depressive Persönlichkeitsstruktur

Bei der depressiven Persönlichkeit, oder auch der neurotischen Depression, ist die Verstimmung meist nicht derart schwerwiegend wie bei der klassischen Depression. Dafür ist sie hartnäckiger – man fühlt sich dauerverstimmt und ist nicht mehr im Stande, Glück und Freude in voller Intensität zu verspüren. Betroffene neigen oft dazu, die Problematik zu verhamlosen und sie zu intellektualisieren: „Ich bin halt so, wie ich bin“, oder auch: „Die Zeiten sind nun mal hart. Wieso sollte man da auch noch fröhlich sein?“

Hypnotherapeutische Ansätze zur Behandlung von Depressionen

Hypnose ist nicht immer erste Wahl zur effektiven Behandlung von Depressionen – in manchen Fällen kann auch eine andere Therapieform besser indiziert sein. Jedoch eignet sich die Hypnotherapie häufig sehr gut, um gerade bei der neurotischen Depression und bei reaktiven Depressionen eine große Erleichterung zu verschaffen.

Moderne hypnotherapeutische Ansätze kombinieren meist bewährte Standardverfahren (wie zum Beispiel aus der kognitiven Verhaltenstherapie) mit hypnotischen Mustern, um so eine maximale Wirkpotenz zu entfalten. Sehr gute Ergebnisse zeigen insbesondere analytische Verfahren aus, die das Problem bei der Wurzel packen und nicht rein symptomatisch ausgelegt sind.

Eine einzige empfehlenswerte Behandlungsstruktur gibt es nicht. Optimalerweise klären Sie im Gespräch mit einem Hypnotherapeuten, welche Strategie für Sie am gewinnbringendsten wäre.

Depressionen – Wege aus dem Tief

Bitte beachten Sie bei Ihrer Suche nach einem geeigneten Hypnotiseur, das Depressionen ein ernstzunehmendes Krankheitsbild sind, die eine adäquate Behandlung erfordern. Wenn die Strategie stimmt, stehen auch die Chancen bestens, wieder zurück zu einem guten und glücklichen Lebensgefühl zu finden. In Deutschland ist zur Behandlung von Ängsten und Depressionen eine Heilzulassung erforderlich. Diese haben in der Regel Heilpraktiker, Ärzte sowie Psychotherapeuten.